Skigebiet Obereggen

 

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Sommer 1970:

Elf junge, mutige Männer gründen die Liftgesellschaft Obereggen und tingeln in ihrer Freizeit von Haustür zu Haustür, um bei der Talbevölkerung Startkapital für die Erschließung eines neuen Skigebietes zu sammeln. Arbeitsplätze werde das Skigebiet schaffen, versprechen sie, und unter dem majestätischen Latemar – mittlerweile von der UNESCO zum Weltnaturerbe erkoren – eine Attraktion werden. Die jungen Männer ernten viel Zustimmung, aber auch viel Kopfschütteln – ausgerechnet in Obereggen, in diesem verschlafenen Bergort mit einem einzigen 20-Betten-Betrieb und lediglich notdürftiger Zufahrt, soll ein Skigebiet entstehen?


40 Jahre später:

Aus dem damaligen Traum ist das Ski Center Latemar mit 48 Pistenkilometern, 18 modernen Aufstiegsanlagen, zahlreichen Skihütten und viel Sonne geworden – und rundherum hat sich eine Vorzeige-Tourismusgemeinde entwickelt, die zu den „Perlen der Alpen“ gehört. Aus dem Projekt der elf Skipioniere ist ein Skigebiet geworden, dem Tester seit Jahren wiederholt eine der besten Pistenpräparierungen weltweit (!) bescheinigen – und welche aussagekräftigere Auszeichnung könnte es für ein Skigebiet geben? Dass in Obereggen alljährlich zu Saisonbeginn das traditionsreichste Europacuprennen der Welt gastiert, spricht ebenfalls Bände – alljährlich übrigens mit einer Starbesetzung wie bei kaum einem anderen Europacup: bei den beiden jüngsten Auflagen triumphierten keine Geringeren als Slalom-Olympiasieger Giuliano Razzoli und Slalom-Weltcupsieger Reinfried Herbst.

Dazwischen liegen 40 Jahre, in denen Obereggen stets Innovationsgeist zeigte – von der erstmaligen Verbindung mit dem Skigebiet Pampeago Mitte der 1970er Jahre über die vielbeachtete Erprobung von Schneekanonen in der Urzeit der künstlichen Beschneiung Anfang der 1980er Jahre bis hin zum Bau der neuen Maierl-Piste vor wenigen Jahren.

Obereggen ist heute eines der beliebtesten Skigebiete der gesamten Region. Im Dezember erscheint übrigens ein Buch, das die spannende Erfolgsgeschichte – reich bebildert – nacherzählt.


Die Meilensteine des Skigebietes Obereggen


1970Elf junge Männer aus dem Eggental gründen die Aktiengesellschaft Obereggen. In der Wintersaison 1972-1973 werden die ersten Liftanlagen Skilift „Eben“ und    Doppelsessellift „Oberholz“ in Betrieb genommen.
1975Obereggen wird mit Pampeago und Predazzo durch vier neue Liftanlagen zum „Ski Center Latemar “ verbunden und tritt dem Skiverbund „Dolomiti Superski“ bei.
1982Die erste Beschneiungsanlage mit Wasserspeicher wird in Betrieb genommen. Seit 1989 können alle Pisten beschneit werden.
1985Der erste automatische Vierersessellift Italiens geht in Betrieb und ersetzt den Doppelsessellift „Absam - Maierl“. Heute eine automatische Sechsersesselbahn.
1987Der erste fixgeklemmte Vierersessellift mit Fahrgastförderband Italiens „Obereggen“ geht in Betrieb.
1997An der Talstation in Obereggen entsteht ein neues Gebäude. Die „Bar-Pizzeria Platzl“ mit Aprés Ski Lokal „Tipi“ wird eröffnet.
2000Nachtskifahren und Nachtrodeln bei Flutlicht wird mit der neuen Kabinenbahn „Ochsenweide“ verwirklicht.
2007Eine umweltfreundliche Biomasse-Fernheizanlage für Obereggen geht in Betrieb und ersetzt 500.000 Liter Heizöl im Jahr. Die „Obereggen AG“ ist gemäß „ISO – Norm 14001“ seit 2004 umweltzertifiziert.
2009Die Naturrodelbahn wird ausgebaut und mit einer Beschneiungsanlage ausgestattet.


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